Die Technologie

MIM (für Metall-Legierungen) oder CIM (für Keramik) ist ein mikrotechnisches Formgebungsverfahren auf der Basis von Kunststoffspritzguss und Pulvermetallurgie. Für Kleinserien und Prototypen wird hingegen der Spritzguss durch 3D-Druck ersetzt. Die MIM-Technologie ermöglicht die serielle Herstellung präziser und hochstabiler Bauteile und bietet gleichzeitig Vorteile, die Sie bei alternativen Herstellungsverfahren nicht realisieren können. Hinterschneidungen, Querbohrungen, Innen- und Außengewinde sowie Verzahnungen sind mit der MIM-Technologie leicht herstellbar. Aufgrund der hohen Gestaltungsfreiheit können auch mehrere Bauteile innerhalb einer Baugruppe vereint werden.

MIM-Technologie

Die Konstruktion und die Herstellung von metallischen Teilen erfolgen nach gleicher Konzeption und entsprechender Produktivität wie auch im Kunststoffspritzguss.

  • MIM – Metal-Injection-Molding-Verfahren.
  • MIM High End – Metal-Injection-Molding-Verfahren.

Digital-MIM-Technologie

Werkzeuglose Fertigung von metallischen Bauteilen im generativen Fertigungsverfahren.

  • DIGITAL MIM – Fused Deposition Modeling.
  • DIGITAL MIM High End – Binder Jetting.

1. Der "Feedstock"

Das spezielle Material, genannt Feedstock, ist eine Mischung aus feinem Metallpulver (max. 25°Mikrometer) und einem Polymer. Um in einer Spritzgussmaschine und im generativen Fertigungsverfahren Verwendung zu finden, wird das Material entsprechend zusammengesetzt und granuliert.

2. Spritzwerkzeug

Jedes neue Produktions-Projekt beginnt mit dem Engineering für die Konstruktion des Produktes und mit der entsprechenden Fertigung des Spritzwerkzeugs. Diese Schritte werden von unserem kompetenten Team durchgeführt.

3. Spritzgießen

Das Einsatzmaterial wird in Form einer Standard-Kunststoff-Spritzgießmaschine gespritzt. Das eingespritzte Teil wird erzeugt und zunächst als Grünling bezeichnet.

4. Generatives Fertigungsverfahren

Im Gegensatz zur Fertigung des Grünteils im Pulverspritzgießen erfolgt die Fertigung des Grünlings werkzeuglos und ohne Stützmaterial im 3D-Druck, bei dem die Bauteile schichtweise aufgebaut werden. Eine Pulverschicht wird mittels Binder durch einen Druckkopf an den Stellen verklebt.

5. Nachbearbeitung Grünling

Das Bauteil als Grünling, das noch porös ist und kein metallisches Gefüge aufzeigt, lässt sich bereits jetzt hervorragend schmiermittelfrei insbesondere für tiefe und dünne Bohrungen oder aber auch Laser-Gravuren nutzen.

6. Entfernen des Bindemittels

Das Bindemittel wird nur dazu genutzt, um das Metallpulver in der Form zu stabilisieren. Sobald die Teile geformt sind, wird das Bindemittel fast komplett entfernt. Ein geringer Anteil dient weiterhin zur Stabilisierung für den Sintervorgang.

Nach dieser Operation wird das Bauteil als Braunteil bezeichnet, das als solches kein metallisches Gefüge aufweist und somit zunächst auch porös ist.

7. Sintervorgang

Im Sintervorgang werden die Reste des Bindemittels rückstandslos entfernt, das Bauteil wird zu einem homogenen Gefüge verdichtet. Das so entstandene Bauteil wird als Rohling bezeichnet.

8. Nachbearbeitung

Nach dem Sintern können am Rohling Nachbearbeitungen durchgeführt werden. Das gesinterte Teil lässt sich beliebig bearbeiten, z. B. durch CNC-Drehen, -Fräsen und -Bohren.

  • Spanende Bearbeitung: CNC-Drehen, -Fräsen und -Bohren
  • Konventionelle Bearbeitung: Schleifen, Reiben, Honen, Gewindeschneiden
  • Beschichtungstechnologie: Galvanisieren, Dünnschichttechnologie, Lackieren, PVD-Beschichtung
  • Verbindungstechnik: Laserschweißen, Löten, Montieren
  • Wärmebehandlung: Teniferierung zur Härtesteigerung, HIP
  • Umformtechnik: Biegen, Kalibrieren

9. Finishing

Alliance-mim veredelt das Bauteil ganz nach den Kunden-Anforderungen°– von reliefartigen Strukturen wie Laser-Gravuren für Firmenlogos bis hin zur Lackierung oder zu allen erforderlichen Arten der Oberflächenveredelung wie z. B. Sandstrahlen, Hochglanz- bzw. Spiegelpolieren und vielem mehr.

Die jahrzehntelangen Erfahrungen auch in der Fertigung von Bauteilen für den Luxus-Uhren-Bereich ermöglichen es somit, auch den höchsten qualitativen und dekorativen Ansprüchen gerecht zu werden.

10. Qualitätssicherung

Um die Zuverlässigkeit der Fertigungsprozesse und die Qualität der Bauteile zu kontrollieren, verfügt Alliance-mim über zerstörende und zerstörungsfreie Prüfverfahren. Mit diesen qualitätssichernden Mess-Systemen werden die Maßgenauigkeiten vermessen sowie die Materialeigenschaften präzise ermittelt.

Auf Wunsch kann auch die Einzelteil- oder Chargen-Prüfung erfolgen, über die Ergebnisse wird dann in entsprechenden Prüfberichten bis hin zu vollständigen metallurgischen Studien informiert.

Das Alliance-mim-Organisations- und -Qualitätssicherungs-System ermöglicht die vollständige Rückverfolgbarkeit, um somit auch den strengen Anforderungen der Luft- und Raumfahrt gerecht zu werden. Die Spezialisten von Alliance-mim sind mit internationalen Forschungsprojekten vernetzt, um die Ergebnisse und das erworbene Wissen auszutauschen.

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